Stiftung für Menschenrechte Nydia Érika Bautista
Pressemitteilung – Bogota, Kolumbien, 18.September 2014
"Ablehnung der ...
4. Wir ersuchen die Generalstaatsanwaltschaft den Fall gründlich zu Untersuchen, um Welle von Bedrohungen und Stigmatisier...
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Pressemitteilung Verein Nydia Erika Bautista

Pressemitteilung – Bogota, Kolumbien, 18.September 2014 „Ich weise die Verleumdungen des Ex-Präsidenten Uribe ausdrücklich zurück!“ „Wir, die Opfer von Verbrechen von Staatsbediensteten haben das Recht den Frieden in Kolumbien mitzugestalten und nicht für unseren Kampf um Gerechtigkeit stigmatisiert zu werden.“ 1. Während der am 18.9.2014 im kolumbianischen Parlament durchgeführten Debatte über Paramilitarismus, hat der vorgeladene Ex-Präsident Álvaro Uribe schwere Verleumdungen gegen Vertreter_innen von Opfern von Staatsverbrechen, die zu den aktuell statt findenden kolumbianischen Friedensverhandlungen, nach Kuba eingeladen wurden, geäußert. So wurde Yaneth Bautista, Angehörige eines Opfers von gewaltsamem Verschwindenlassen durch kolumbianische Militärs, von Uribe als „Aufständische, nicht demobilisiertes Mitglied der ELN Guerrilla“ bezeichnet.
Published on: Mar 4, 2016
Published in: News & Politics      
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Pressemitteilung Verein Nydia Erika Bautista

  • 1. Stiftung für Menschenrechte Nydia Érika Bautista Pressemitteilung – Bogota, Kolumbien, 18.September 2014 "Ablehnung der Verleumdungen des ex-Präsidenten Uribe" „Wir, die Opfer von Verbrechen Staatsbediensteten haben das Recht den Frieden in Kolumbien mitzugestalten und nicht für unseren Kampf um Gerechtigkeit stigmatisiert zu werden.“ 1. Während der am 17.9.2014 im kolumbianischen Parlament durchgeführten Debatte über Paramilitarismus, hat der vorgeladene Ex-Präsident Álvaro Uribe schwere Verleumdungen gegen Vertreter_innen von Opfern Staatsverbrechen, die zu den aktuell statt findenden kolumbianischen Friedensverhandlungen, nach Kuba eingeladen wurden, geäußert. So wurde Yaneth Bautista, Angehörige eines Opfers von gewaltsamem Verschwindenlassen durch kolumbianische Militärs, von Uribe als „Aufständische, nicht demobilisiertes Mitglied der ELN Guerrilla“ bezeichnet. 2. Diese verleumderischen Anschuldigungen summieren sich zu drei von Frau Bautista erhaltenen Droh- Emails vom 8. und 9. September 2014 unterschrieben durch die paramilitärische Gruppe der Águilas Negras (Schwarze Adler), in der sie auf eine “Todesliste” gesetzt wurde, zusammen mit insgesamt 91 Menschenrechts-Verteidiger_innen in Kolumbien. “Dies ist ein Akt der Grausamkeit gegen die Frauen und Opfer, zum Ziel hat, unsere Stimme und unsere Anklagen -im Rahmen des Runden Tisches der Friedensverhandlungen und außerhalb- gegen die Verantwortlichen des Gewaltsamen Verschwindenlassens von Nydia Érika Bautista zum Schweigen zu bringen. Verantwortlich für das Verbrechen sind hohe Offiziere und Unteroffiziere der III. und XX. Brigade von Bogota, die Nydia Érika entführt, gefoltert ermordet haben. Und deshalb haben wir vor zwei Wochen einen Antrag auf Revision beim Obersten Gerichtshof eingereicht, damit die Strafverfolgung nach drei Jahrzehnten der Straflosigkeit gegen Verantwortlichen wiederaufgenommen wird”, sagte Yaneth Bautista, Vorsitzende der Stiftung für Menschenrechte Nydia Érika Bautista. 3. Für die Angehörigen der Gewaltsam Verschwundenen will “Expräsident Uribe zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen”. Einerseits will er “die Friedensverhandlungen sabotieren, indem er den Ruf und die Glaubwürdigkeit der Opfer, die daran teilnehmen in den Schmutz zieht. Und andererseits will er uns zum Schweigen bringen, damit die Verantwortlichen für die Verbrechen des Gewaltsamen Verschwindenlassens nicht vor Gericht gestellt werden,” So Yaneth. Dieser Gedanke sticht aus dem Präludium der Stigmatisierungen des Expräsidenten hervor, in dem er auf das Konzept der „Kombination aller Formen des Kampfes“ verweist, auf die „Ehre der Streitkräfte“, befleckt würde durch den „Vergleich der Streitkräfte mit den Terroristen“. Und durch das Gesetzesvorhaben seiner Partei Centro Democrático (Demokratische Mitte), durch das ein Tribunal geschaffen werden soll, dass den Funktionären des Staates, die um Rahmen bewaffneten Konflikts Menschenrechtsverletzungen begangen haben, Straffreiheit gewährt.
  • 2. 4. Wir ersuchen die Generalstaatsanwaltschaft den Fall gründlich zu Untersuchen, um Welle von Bedrohungen und Stigmatisierungen gegen Yaneth Bautista andere Mitglieder der Stiftung Nydia Érika Bautista – vor und nach ihrer Reise Kuba – aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Den aktuellen Stigmatisierungen und Verleumdungen gehen zahllose Beispiele von Verfolgung voraus, die nie richtig untersucht wurden. Kontakte: Yanette Bautista - Tel (0057) 317-4283694. Mitglied der Koordination Kolumbien Europa-USA Deutsch-französischer Menschenrechtspreis "Antonio Nariño" 2012

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