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Presse-Info_Netzwerktreffen_Mediation_2011.pdf

[PDF] Pressemitteilung: Konflikte lösen lohnt sich [http://www.lifepr.de?boxid=256465]
Published on: Mar 4, 2016
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Presse-Info_Netzwerktreffen_Mediation_2011.pdf

  • 1. 2. Netzwerktreffen Konfliktmanagement und Mediationam 23.09.2011 in Hannover:Konflikte lösen lohnt sichWo geforscht, gelehrt und gearbeitet wird, entstehen auch Interessenkonflikte  28. September 2011und Verteilungsstreitigkeiten. Wie an den Hochschulen eine interne Akzeptanz  Seite 1 von 3von Konfliktmanagement und Mediation hergestellt werden kann, erarbeiteten  Nähere Auskünfte:21 Vertreter(innen) von 17 Hochschulen auf dem 2. Netzwerktreffen  Volker Walpuski Tel.: 0511 1220-182Konfliktmanagement und Mediation der HIS Hochschul‐Informations‐System  E-Mail: walpuski@his.deGmbH am 23. September 2011 in Hannover.  Hanna Jessen  Tel.: 0511 1220-227  E-Mail: jessen@his.deVon den ersten Projekterfahrungen mit der Einführung eines  Pressekontakt:Konfliktmanagement‐Systems an der Hochschule Ostwestfalen‐Lippe berichteten  Theo Hafner Tel.: 0511 1220-290Prof. Dr.‐Ing. Hans Brandt‐Pook (Fachhochschule Bielefeld) und Antje Klocke  E-Mail: hafner@his.de(Hochschule Ostwestfalen‐Lippe). Ein Team aus interessierten Mitarbeiter(inne)n begleitet seit einem Jahr unter der externen Beratung von Hans Brandt-Pook Katharina Seng Tel.: 0511 1220-382diesen Prozess. Unter anderem entwickelte es einen Fragebogen, mit dessen Hilfe E-Mail: seng@his.deder Bedarf an professioneller Konfliktberatung festgestellt wurde. Darausentstand ein Konzept für ein Konfliktmanagementsystem. Für die Zukunft stündendie Ausbildung von Mediator(inn)en, eine klare Definition von Abläufen bis hin zueiner Verankerung in Dienstvereinbarungen im Fokus.Wolf Hertlein (Technische Universität Darmstadt) unterstrich in seinem Vortragzur Einführung des Beschwerdemanagements an der TU Darmstadt, wie wichtig essei, den „idealen Kandidaten“ für die Lösung von Streitigkeiten an einerHochschule zu finden. Es gehe nicht nur darum, eine qualifizierte Ausbildungzum/zur Mediator(in) zu absolvieren. Vielmehr müsse nach einer Person gesuchtwerden, die – absolut vertraut mit hochschulspezifischen Befindlichkeiten –empathisch, unabhängig und lösungsorientiert mit den Konfliktparteien arbeitenkönne.Dass es bei langjährigen und eskalierten Konflikten häufig nicht mehr möglich ist,eine hochschulinterne Lösung zu finden, machte Martin Dorobeck von der
  • 2. Universität Duisburg-Essen (UDE) deutlich. In seinem Beitrag erläuterte er amBeispiel eines internen Reorganisationsvorhabens der UDE, wie die Einschaltungeines externen Mediators eine festgefahrene Situation in einem größeren Teamentschärfen und neue Zugänge zur Zusammenarbeit ermöglichen kann.Dr. Christian Hochmuth vom Institut für Konfliktmanagement (Europa-UniversitätViadrina Frankfurt (Oder)) führte aus, wie das Viadrina-Komponenten-Modell zumKonfliktmanagement auf Hochschulen übertragen werden könne. Im Gegensatzzu Wirtschaftsunternehmen bestünden an Hochschulen spezielleHerausforderungen u. a. dadurch, dass Führungskräfte auf Ebene derProfessor(inn)en nur auf Zeit eine Leitungsfunktion wahrnehmen oder sichProfessor(inn)en in Konfliktsituationen letztlich auf die Freiheit von Forschung undLehre berufen könnten.In drei Arbeitsgruppen haben die Teilnehmer(innen) des Netzwerktreffenseinzelne Themen vertiefend diskutiert. Die Frage nach der internen Akzeptanz desKonfliktmanagements beschäftigte viele Teilnehmer(innen). Sie entwickeltenLösungsansätze, wie an den Hochschulen einerseits ein Klima zu schaffen sei,offen und produktiv mit unterschiedlichen Interessenlagen umzugehen – undandererseits eine Akzeptanz für den personellen und finanziellen Aufwand füreine professionelle Konfliktberatung in der Verwaltung herzustellen – getreu demMotto „Konflikte lösen lohnt sich“.Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, wo innerhalb derHochschulverwaltung das Konfliktmanagement strukturell angesiedelt sein sollte.Deutlich wurde dabei, dass eine Unabhängigkeit von Leitung und vermutetendisziplinarischen Konsequenzen vorteilhaft ist. Dies senkt insbesondere vor demHintergrund von Statusunterschieden die Hemmschwelle für in einen Konfliktverwickelte Personen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Einrichtung einesKonfliktmanagementsystems würde häufig zudem vom Personalrat unterstützt.Die thematische Arbeit einer dritten Arbeitsgruppe offenbarte das Bedürfnisvieler Konfliktberater(innen) nach kollegialer Fallbesprechung. Spezielleorganisationsstrukturelle Merkmale von Hochschulen stellten die Mediator(inn)envor andere Herausforderungen als diejenigen in der freien Wirtschaft. EinigeTeilnehmer(innen) wünschten sich, das Netzwerktreffen künftig auch für einehochschulübergreifende Intervision zu nutzen.„An Hochschulen gibt es zahlreiche und zum Teil schwere Konflikte, diese werdenaber häufig nicht benannt und gelöst“, fasst Volker Walpuski die Diskussionzusammen. „Die versammelten Konfliktberaterinnen und -berater wünschen sichdeshalb mehr Mut zur Kontroverse und zur konstruktiven Auseinandersetzung.“Die Hochschulvertreter(innen) lobten die Verknüpfung von wissenschaftlichenBetrachtungen aus der Konfliktforschung und dem Erfahrungsaustausch, wiealternative Konfliktlösungsverfahren an den Hochschulen etabliert werdenkönnen.
  • 3. Dem Wunsch der Teilnehmer(innen) nach einer Fortführung der NetzwerktreffenMediation und Konfliktmanagement wird die HIS GmbH auch im September 2012gern nachkommen.Nähere Auskünfte:Volker WalpuskiTel.: 0511 1220-182E-Mail: walpuski@his.deHanna JessenTel.: 0511 1220-227E-Mail: jessen@his.dePressekontakt:Theo HafnerTel.: 0511 1220-290E-Mail: hafner@his.deKatharina SengTel.: 0511 1220-382E-Mail: seng@his.de

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