Schäumende Vorfreude auf den neuen JahrgangFederweißer und Federroter werden immer beliebter / Etwa die Hälfte desin Deuts...
von innerem Leben erfüllt ist, erinnert an den Tanz von Tausenden wirbelnderFederchen - so die beinahe poetische Erklärung...
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Presse-Information_Schäumende Vorfreude auf den neuen Jahrgang.pdf

[PDF] Pressemitteilung: Schäumende Vorfreude auf den neuen Jahrgang [http://www.lifepr.de?boxid=340259]
Published on: Mar 4, 2016
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Presse-Information_Schäumende Vorfreude auf den neuen Jahrgang.pdf

  • 1. Schäumende Vorfreude auf den neuen JahrgangFederweißer und Federroter werden immer beliebter / Etwa die Hälfte desin Deutschland erzeugten Neuen stammt aus der PfalzNEUSTADT/WEINSTR. (pw.) Die Pfälzer Winzer müssen auch in diesem Jahr nichtauf den kalendarischen Herbstanfang warten, bis sie ihren ersten Federweißen kredenzenkönnen. Mit der Lese frühreifender Rebsorten wie Solaris, Sieger, Ortega und BlauerFrühburgunder beginnt die Vorfreude auf den neuen Jahrgang meist schon Ende Augustund dauert mehrere Wochen; denn frischer Federweißer wird bei Winzern, in derGastronomie und bei einem guten Dutzend Pfälzer Weinfesten weit in den Oktoberhinein angeboten.Genuss mit vielen Namen“Sauser”, “Rauscher” oder “Bitzler” hat ihn das trinkende Volk getauft. Die einen liebenihn süß, gleichsam frisch von der Kelter, wenn er noch Traubensaft ist und die Gärungden Geschmack kaum verändert hat. Echte Freunde des Federweißen hingegenverschmähen den Most in diesem Frühstadium und warten, bis er zu gären anfängt.Dann ist es oft eine Sache von Stunden, bis er den Höhepunkt des individuellenGeschmacks erreicht hat. Wenn der Traubenzucker schon fast vergoren ist, also kurznach der ersten Gärung, färbt er sich weißlich. Er brotzelt nur noch leicht im Tank, inder Flasche oder im Glas und beginnt schon leicht herb zu schmecken. Es gibtFederweißen-Trinker, die ihn genau in diesem Zustand am liebsten mögen. Die meistenaber bevorzugen ein Zwischenstadium, was dazu führt, dass in vielen Haushalten Jahr fürJahr im Herbst ein systematisches Mischen und Experimentieren mit frischem undvergorenem Stoff beginnt.Tausend wirbelnde FederchenErstaunlicherweise wissen selbst Weintrinker bisweilen nicht, warum der Neue Weineigentlich Federweißer genannt wird. Mit ein bißchen Phantasie und einem Schoppenglasgärenden Mostes vor Augen kommt man leicht dahinter: Die milchig-weiße Färbung desGetränks, das durch die freiwerdende Kohlensäure
  • 2. von innerem Leben erfüllt ist, erinnert an den Tanz von Tausenden wirbelnderFederchen - so die beinahe poetische Erklärung. Ein Leichtgewicht ist der Federweißerdeshalb noch lange nicht; denn seine Spitzigkeit verheimlicht nur allzuoft die Kraft, die inihm steckt. Je nach Körperkonstitution und Gewicht sind zwei bis drei Viertel eine guteOrientierung, um nicht von seiner Wirkung überrascht zu werden.Vitamine und BioelementeGesund ist vor allem der Verzehr von Traubensaft, besitzt er doch einen hohenVitamingehalt und Bioelemente der Hefe, die zu den wichtigen Vitaminsynthetisierernzählen. Außerdem betonen Wissenschaftler, dass die Hefezellen nicht im Magenabsterben, sondern auch noch im Darm entschlackend wirken. Über dieverdauungsfördernde Wirkung gibt es ja hinreichend einschlägige Berichte.Vom Most zum FederweißenDurch die Gärung wird aus dem frisch gepressten Saft, dem Most, Federweißer. Was alsFederweißer vermarktet werden darf, ist inzwischen durch europäisches Recht geregelt.In einer Klarstellung der Europäischen Gemeinschaft heißt es, es sei herkömmlich undüblich, unter dem Begriff “Federweißer” ein im Zustand der Gärung befindliches frischesErzeugnis zu verstehen. Wird die Gärung durch Konservierung zeitweise unterbrochen,so ist die Angabe “Federweißer” nicht mehr zutreffend. Ihre Verwendung wäreunzulässig. Der Verbraucher würde über die tatsächliche Art des Erzeugnisses falschunterrichtet.Deutscher Federweißer kommt vorwiegend aus der PfalzBei der Produktion von Federweißem gehört die Pfalz zur Spitze in Deutschland. NachAngaben der Pfalzwein-Werbung stammt mehr als die Hälfte des in Deutschlanderzeugten Federweißen von der Deutschen Weinstraße. In den vergangenen Jahrenwurden laut Weinbauverband Pfalz bis zu 1,5 Millionen LiterBitzler oder Süßer vermarktet. Dies ist zwar weniger als ein Prozent derdurchschnittlichen Pfälzer Jahresweinernte, doch die Nachfrage steigt ständig. PfälzerFederweißer wird entweder an Getränkemärkte oder Fachhändler überall in Deutschlandversandt, oder er wird ab Hof oder im Straßenverkauf direkt anEndverbraucher abgegeben. Einige Betriebe haben sich regelrecht auf das Geschäft mitneuem Wein spezialisiert und bieten Jahr für Jahr spätestens Ende August ihren “Neuen”an.Der rote BruderImmer beliebter wird seit einigen Jahren eine farbenfrohe Variante des Federweißen.Denn seit auch der Most von roten Sorten wie Dornfelder halbvergoren angeboten wird,haben manche Federweißen-Freunde die Farbe gewechselt und schwören auf“Federroten”. Er schmeckt tatsächlich etwas herber und ein bißchen nach Rotwein.Vorallem aber schmeckt er - wie sein “weißer Bruder” - nach mehr.

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