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Die RadiosenderAlle Radiosender bieten Ihren Hörern einen guten Service. Charivari ist wieder einmal an der Spitze mit44% ...
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Die Forderung von Mobil in Deutschland e.V. bleibt: Blitzen nur da, wo es eindeutig um dieSicherheit geht. Etwa auf Straße...
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Presseerklärung Mobil in Deutschland Blitzatlas 2009 PK.pdf

[PDF] Pressemitteilung : Münchens einziger Blitzatlas 2009 [http://www.lifepr.de?boxid=121604]
Published on: Mar 4, 2016
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Presseerklärung Mobil in Deutschland Blitzatlas 2009 PK.pdf

  • 1.      An die Vertreter der Münchner Medien Münchens einziger Blitzatlas 2009 München ist Radarmetropole DeutschlandsWarum es bei Radarkontrollen (fast) nie um Sicherheit geht –jeder weiß es, wir liefern die aktuellen Daten!Kostenloser Download unter www.blitzatlas.deRadarkontrollen machen Sinn, wenn sie dort angebracht sind, wo sie Unfälle verhindern können. Schadenur, dass in ganz Deutschland an jeder Ecke munter drauf los geblitzt wird – um Abzukassieren. Ganzvorne in der deutschlandweiten Städtebilanz ist derzeit die schöne bayrische Landeshauptstadt München.Stellt sich jetzt die Frage: Wird in München sinnfrei oder sinnvoll geblitzt? Mobil in Deutschland hat dieAntwort: Mit seinem großen Blitzatlas 2009.Schon zum fünften Mal listet Mobil in Deutschland die häufigsten Radarfallen in der Stadt Münchenauf – und bewertet sie nach ihrer Berechtigung. Dabei stellt der Verkehrsverein die Fragen: Sind diemobilen Radarkontrollen in München gerechtfertigt? Werden sie dort installiert, wo vermehrt Unfällepassieren, wo Schulbusse halten, Kindergärten sind, Familien wohnen? Oder wird vielmehr auf breiten, gutausgebauten, mindestens zweispurigen Straßen geblitzt, die geradezu verführen ein bisserl mehr Gas zugeben? Wollen die Polizei und die Stadt München also ihre Verkehrsteilnehmer schützen oder mit ihnendie Kassen füllen? Ist die Blitzpraxis in München voll okay oder total daneben?Die Entstehung des BlitzatlasDer Verein Mobil in Deutschland e.V. hat im Juli und August 2009 neun Wochen lang alle Blitzmeldungender Münchner Radiosender Charivari, 2day und Arabella aufgelistet und ausgewertet. Rund 1800 Hörer-Meldungen konnten dabei notiert werden. Die statistische Auswertung lässt eine Dunkelziffer von gut 23Prozent der Blitzer erwarten, die von keinem Sender gemeldet wird. Berücksichtigt man nun nochDoppelmeldungen kommt man zu folgendem Ergebnis: In München wird … pro Tag 22 Mal (33 Mal 2007) pro Woche 155 Mal (228 Mal 2007) pro Monat 700 Mal (990 Mal 2007) und 8000 Mal pro Jahr (11880 Mal 2007) geblitzt.
  • 2. Die RadiosenderAlle Radiosender bieten Ihren Hörern einen guten Service. Charivari ist wieder einmal an der Spitze mit44% aller Blitzer, dicht gefolgt von 2Day mit 43% und Arabella mit 28% aller in München erfassten Blitzer.Insgesamt, soviel kann man sagen, ist das über alle Sender konsolidierte Datenmaterial sehrzuverlässig und aussagekräftig, auch wenn das die Polizei nicht wahrhaben will. Alle Sender macheneinen großartigen Job. Übrigens: Seit die Münchner Radiosender ihre Hörer nachhaltig auffordern, Blitzerzu melden, hat sich schon fast ein Rennen entwickelt – zwischen der Eilmeldung der Sender und derVerlegung des Blitzers durch die Polizei.Die AuswertungUm eine Antwort auf diese Frage zu finden, stellten wir die Hörer-Meldungen der Radiosender derUnfallstatistik der TOP 10 Unfallstraßen der Polizei München aus dem Jahr 2008 gegenüber. Hierausbildeten wir eine Schnittmenge, die im Idealfall eine komplette Überschneidung ergeben müsste.Nun die Ergebnisse Der diesjährige Blitzatlas ist voller Überraschungen: In München wird um ein Viertel weniger mobilgeblitzt als vor zwei Jahren. Während es beim Blitzatlas 2007 noch 990 Blitzer in der Woche gab, warenes 2009 „nur“ noch 700 pro Woche! Und auch die Top-Blitzmeile ist eine andere! Während 2007 die Landshuter Allee vorne lag, steht nundie Ingolstädter Straße an der Spitze. Hochgerechnet wird auf der Ingolstädter Straße 320 Mal im Jahrgeblitzt. Ihr folgen die Wasserburger Landstraße mit 210 Blitzern, die Menzinger Straße und dieIfflandstraße mit je 200 Blitzern, die Claudius-Keller-Straße mit 150 Blitzern, die Eduard-Schmidt-Straßeund die Schleißheimer Straße mit je 140 Blitzern sowie die Heinrich-Wieland-Straße mit 120 Blitzern imJahr. Jeweils 110-mal im Jahr wird auf der Marsstraße und der Ungerer Straße geblitzt, die zugleichunsere beiden Schlusslichter in der TOP Ten Wertung sind. Aufsummiert ist die Blitzhäufigkeit bei den TOP 10 Blitzstrassen eine wirkliche Zumutung. Mankonzentriert sich auf die „Lieblingsstraßen“. Das hat sich 2009 im Vergleich zu 2007 nur wenig geändert.Auf den Top Ten Blitzstrassen wird in 2009 rund 1700 Mal geblitzt. 2007 waren das sogar 2000 Mal, 2004waren es „nur“ 1300 Mal. Das heißt, die beliebtesten Straßen unserer Verkehrshüter sind meistzweispurige Aus- und Einfallstraßen, auf denen viel Verkehrsfluss von Berufspendlern stattfindet und mansich gut für Radarkontrollen positionieren kann. Nicht-Münchnern sei an dieser Stelle erklärt: Fast alle Straßen der Blitz Top 10 sind zweispurige Aus-und Einfallstraßen, auf denen viel Verkehrsfluss von Berufspendlern stattfindet und man sich gut fürRadarkontrollen positionieren kann. Doch sind diese Verkehrsadern auch Unfallschwerpunkte? Unsere Kernaussage Dort, wo besonders viel geblitzt wird, passiert wenig und dort, wo am meisten passiert, wirdkaum geblitzt. Das belegt eindeutig unsere Gegenüberstellung zwischen den TOP 10 Blitzstraßen 2009und den TOP 10 Unfallstraßen aus 2008. In den größten Unfallstraßen, der Landsberger Straße und derDachauer Straße (hier zählt München die meisten Unfälle, Verletzten und Verkehrstoten) wird so gut wiegar nicht geblitzt. Ist die Blitzerei in München also völlig sinnfrei? Zum Glück nicht ganz. 2009 gibt es inunserem Blitzatlas zum ersten Mal 3 Überschneidungen zwischen den Top-Blitzstraßen und den Top-Unfallstraßen: Diese sind die Ingolstädter Straße, die Wasserburger Landstraße und die SchleissheimerStraße. Man hat also doch ein wenig gelernt. Doch trotzdem: Mobil in Deutschland fordert 10 statt nur 3Überschneidungen für die Top Blitzstraßen und Unfallstraßen.
  • 3. Ein kleiner Erfolg Auf der Landshuter Allee nördlich der Abzweigung des Mittleren Rings wurde 2007 noch am häufigstengeblitzt. Mobil in Deutschland hat das damals hochgradig kritisiert. Denn genau dort machten dieRadarkontrollen so gar keinen Sinn. Und oh Wunder: Während in der Landshuter Allee 2007 rund 360 Malim Jahr, d.h. jeden Tag geblitzt wurde, sind es jetzt nur noch 50 Mal. Woher also dieser Sinneswandel?Die Erklärung ist leider eine ziemlich praktische: Die Ordnungshüter tarnten sich in vergangenen Jahrenauf der Landshuter Allee hinter zwei Stromkästen, die direkt neben der Fahrbahn standen, konnten vondort den Verkehr mit einer Radarpistole überwachen. Die Stromkästen sind mittlerweile abgebaut, dienatürliche Deckung ist entfallen. Somit ist auch dieser „optimale“ Blitzstandort verschwunden. Mehr fest installierte Blitzer Der Münchner Blitzatlas ist stets eine Erhebung von mobilen Blitzern. Die haben in diesem Jahr erstmalswieder abgenommen und sich auf dem Niveau von 2004 eingependelt. Doch das ist noch kein Grund zumJubeln, denn: München verzeichnet einen massiven Zuwachs an fest installierten Blitzgeräten. 2008wurden mit solchen am McGraw Graben rekordverdächtige 100.000 Bußgeldbescheide verhängt. Vorkurzem wurde der Richard-Strauß-Tunnel und mit ihm 24 hochmoderne Geisterblitzer für den Verkehr freigegeben. Diese sogenannten TraffiStars im Richard-Strauß-Tunnel, 12 Kameras und 12 Infrarotblitzer,dienen nur vordergründig der Sicherheit und sollen ziemlich raffiniert die Staatskassen füllen. Multipliziertman die sechs dauerhaften Standorte im Richard-Strauß-Tunnel mit 365 Tagen, wäre 2009 das absoluteBlitzrekordjahr und München ganz klar die „Radarmetropole“ von Deutschland. Unser Fazit Beim Blitzen in Münchens Straßen geht es überwiegend um das Geld der Autofahrer und leiderweniger um die Sicherheit der Bürger. Das zeigen wir in unseren Blitzatlanten seit Jahren auf. Mobil inDeutschland bedauert diesen Trend zutiefst. In mehrmaligen Sitzungen mit der Polizei haben wirVorschläge gemacht, wie man Radarkontrollen in der Praxis handhaben sollte. Unser wiederholterVorschlag etwa war: Orientieren Sie die Radarmessungen an der Unfallursachenerhebung, speziell an derUnfallursache „überhöhte Geschwindigkeit“. Leider ist die Polizei hier kritikresistent: „Wenn die Örtlichkeiteiner Unfallstraße keine gute Radarüberwachung zulässt, dann muss eben auf anderen Straßen geblitztwerden. Diese Entscheidung müsse man aber der Polizei überlassen.“ Unsere Empfehlung: Wenn Sie ein Vielfahrer sind, kommen Sie heute fast nicht mehr um Strafzettel und Punkte herum. Oftdrohen sogar Fahrverbote. Doch damit Sie nicht blindlings in die Blitzfalle tappen, hilft Mobil inDeutschland weiter: Unter www.mobil.org/_bussgeld finden Sie einen aktuellen Bußgeldrechner fürVielfahrer. In Deutschland gibt es rund 50 Mio. Führerscheine, davon geschätzte 40 Mio. aktive Autofahrer.Mittlerweile sind aber schon über 10 Mio. Bundesbürger in Flensburg registriert – die Tendenz ist weitersteigend. Daher lautet unsere Empfehlung: Schließen Sie als Autofahrer stets eine Kfz-Rechtsschutzversicherung ab und wehren Sie sich bei Bußgeldbescheiden. Auch hier helfen wir mitunserem Kooperationspartner der D.A.S. gerne weiter – siehe www.mobil.org/_mitgliedsvorteile. Das fordern wir!
  • 4. Die Forderung von Mobil in Deutschland e.V. bleibt: Blitzen nur da, wo es eindeutig um dieSicherheit geht. Etwa auf Straßen, wo nachweislich Unfälle passieren oder da, wo gefährdetePersonengruppen leben, wie vor Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen. Nur so kehrtbei den Bewohnern wieder das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen in die Verkehrspolizei zurück. DieSicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf den Straßen hat für Mobil in Deutschland oberste Priorität. Und noch eine kleine Bitte an die Autofahrer: Petzen Sie jeden Radarkasten den Radiosendern, zeigenSie sich solidarisch, damit alle Autofahrer an Blitzinformationen gelangen und sich die staatlichen undstädtischen Kassen andere Geldgeber suchen müssen. Ab sofort ist der Blitzatlas kostenlos für jedermann downloadbar unter: www.blitzatlas.de Wir bitten um Veröffentlichung!Michael Haberland Ralf Baumeister1. Vorsitzender Stellv. Vorsitzender

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