Hessische Krankenhausgesellschaft e.V. Frankfurter Straße 10-14 ...
ein ernst zu nehmendes Problem der Gesundheitsversorgung in Hes-sen – wie auch in den anderen Bundesländern – der wachsend...
Summe aller Reserven im GKV-System beläuft sich aktuell auf über 30Milliarden Euro. Die Krankenhäuser 2012 nun mit weitere...
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Presseinfo 07-2011.pdf

[PDF] Pressemitteilung: Der Patient im Mittelpunkt [http://www.lifepr.de?boxid=273311]
Published on: Mar 4, 2016
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Presseinfo 07-2011.pdf

  • 1. Hessische Krankenhausgesellschaft e.V. Frankfurter Straße 10-14 65760 Eschborn Telefon (0 61 96) 40 99 50 Telefax (0 61 96) 40 99 99 eMail: mail@hkg-online.dePresseinformationHessischer Krankenhaustag 2011 in DarmstadtDer Patient im MittelpunktHessische Krankenhäuser diskutieren über Sicherstellung dermedizinischen Versorgung, Patientenrechte und Patientensicher-heit(Darmstadt, 7. Dezember 2011) Können wir die medizinische Ver-sorgung der Bevölkerung in dünn besiedelten hessischen Regionenauch künftig sicherstellen? Haben wir dafür in den nächsten Jahrengenügend qualifizierten Nachwuchs in Pflege und Medizin? WelcheRolle übernehmen Krankenhäuser bei der Sicherstellung der medizini-schen Versorgungskette von ambulant bis stationär, und was ist ausSicht der Versorgungsforschung erforderlich? Mit diesen Fragen er-öffnete der Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG),Peter Römer, in seiner Begrüßungsansprache den Hessischen Kran-kenhaustag 2011 am 7. Dezember in Darmstadt.Vor rund 300 Kongressteilnehmern aus Krankenhäusern, Gesund-heitswirtschaft und Politik mahnte Römer eine intensive Diskussionder Zukunftsfragen der Gesundheitsversorgung in Hessen zwischenallen Beteiligten sowie vor allem auch Antworten an, die von der Poli-tik gegeben werden müssten, da diese die Rahmenbedingungen für dasGesundheitswesen setze.Angesichts demografischer und gesellschaftlicher Veränderungen undneuer Gesetze sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene skizzier-te der HKG-Präsident die großen Herausforderungen, vor denen dieLeistungserbringer und insbesondere die Krankenhäuser stehen. So ist
  • 2. ein ernst zu nehmendes Problem der Gesundheitsversorgung in Hes-sen – wie auch in den anderen Bundesländern – der wachsende Man-gel an Ärzten und qualifizierten Fachkräften in der Pflege, der sichnicht nur in den Kliniken niederschlägt, sondern auch bei den nieder-gelassenen Ärzten. Auf dem Land lassen sich immer weniger Haus-ärzte nieder. Oft finden auch niedergelassene Fachärzte nur nochschwer einen Nachfolger. Die Hessische Krankenhausgesellschaft undandere Institutionen des Gesundheitswesens beraten mit Landes- undKommunalpolitikern schon seit geraumer Zeit darüber, wie mit ver-einten Kräften die Gesundheitsversorgung auch künftig auf einem gu-ten Niveau sichergestellt werden kann. Dies gilt für Städte, wie fürländliche Regionen. Für die Krankenhäuser ist damit die Frage ver-bunden, ob sie dort einspringen sollten, wo trotz aller Bemühungendie ambulante kassenärztliche Versorgung gefährdet ist.In seiner Eröffnungsrede stellte der zum Jahresende 2011 aus Alters-gründen aus dem Amt scheidende HKG-Präsident auch den neuenVorstand des Verbands der Krankenhäuser in Hessen vor, den dieMitgliederversammlung der Hessischen Krankenhausgesellschaft amselben Tag unmittelbar vor dem Krankenhaustag gewählt hatte. Rö-mer dankte dem bisherigen Vorstand, dessen Amtszeit zum 31. De-zember 2011 endet, für dessen Loyalität und engagierte Arbeit im In-teresse der Krankenhäuser in Hessen und damit zum Wohle der Pati-enten. Dem neugewählten Vorstand wünschte er viel Glück für dieAmtsperiode 2012 – 2015.Mit Blick auf die neue Amtsperiode richtete der scheidende Präsidenterneut die Forderung an die Politik, die mit dem GKV-Finanzierungsgesetz im vergangenen Jahr beschlossenen Finanzkür-zungen für die Krankenhäuser doch noch zurück zu nehmen.„Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz hätte der Gesetzgeber dieChance gehabt, die bestehende Finanzierungslücke der Krankenhäu-ser zu schließen. Wir haben die Krankenkassen inzwischen mit einemSanierungsbeitrag von einer halben Milliarde Euro unterstützt. Die 2
  • 3. Summe aller Reserven im GKV-System beläuft sich aktuell auf über 30Milliarden Euro. Die Krankenhäuser 2012 nun mit weiteren 600 Mil-lionen Euro zu belasten, ist nicht sachgerecht. Leider zeigt die Politikwenig Einsicht, den Krankenhäusern zu helfen. Für mich ist es einUnding, dass die Bundesregierung trotz der aktuellen GKV-Finanzentwicklung weiter am Sanierungsbeitrag der Kliniken festhal-ten will“, so Römer wörtlich. Direkt an die anwesenden Politikvertre-ter gerichtet, der HKG-Präsident weiter:„Auch wenn der Bundestagdas GKV-Versorgungsstrukturgesetz inzwischen verabschiedet hat,appelliere ich mit Blick auf die noch anstehende abschließende Befas-sung des Bundesrats an Sie, unsere Forderungen im Rahmen ihrerMöglichkeiten zu unterstützen – im Interesse der Patienten“.Abschließend hob der scheidende HKG-Präsident hervor, dass sichder Hessische Krankenhaustag in den vergangenen Jahren erfolgreich„zur zentralen hessischen Krankenhaustagung mit Messecharakter“entwickelt habe. Mehr als 25 Hersteller und Dienstleister präsentiertenim Rahmen einer begleitenden Fachausstellung auch in diesem Jahrwieder Produkte, Dienstleistungen und Trends für die Zukunft. „DerHessische Krankenhaustag hat damit den Charakter einer Kongress-messe gewonnen, auf der sich die industriellen und gewerblichenPartner der Krankenhäuser mit den Entscheidern aus den hessischenKrankenhäusern treffen und austauschen können“, sagte der HKG-Präsident.Die HKG – Ein KurzporträtDie Hessische Krankenhausgesellschaft e.V. (HKG) ist der Dachverband der Kran-kenhausträger in Hessen, in dem über 170 Akutkrankenhäuser des Landes mit zu-sammen rd. 35.000 Krankenhausbetten und einer Gesamtbeschäftigtenzahl von rd.70.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengeschlossen sind. Die HKG istInteressenvertretung der Krankenhäuser in der gesundheitspolitischen Diskussion,nimmt gesetzlich übertragene Aufgaben im Gesundheitswesen wahr und unterstütztihre Mitglieder durch individuelle Beratung.Ihr Ansprechpartner:Hans DitzelPressesprecherTel.: 06196 / 40 99 61Fax: 06196 / 40 99 99

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