Hessische Krankenhausgesellschaft e.V. Frankfurter Straß...
trocknen. Es kann doch von niemanden mehr übersehen werden, wie un-sere Häuser notleiden und sie zunehmend gezwungen werde...
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Presseinfo_03-2012.pdf

[PDF] Pressemitteilung: Sachgerechte Entscheidungen statt Populismus [http://www.lifepr.de?boxid=295539]
Published on: Mar 4, 2016
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Presseinfo_03-2012.pdf

  • 1. Hessische Krankenhausgesellschaft e.V. Frankfurter Straße 10-14 65760 Eschborn Telefon (0 61 96) 40 99 50 Telefax (0 61 96) 40 99 99 eMail: mail@hkg-online.dePresseinformationSachgerechte Entscheidungen statt PopulismusDiskussion über Milliardenüberschüsse der Krankenkassen: HKG-Präsident Dieter Bartsch fordert erneut finanzielle Entlastung derKrankenhäuser(Eschborn, 12. März 2012) In die Diskussion um dieMilliardenüberschüsse in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)hat sich erneut die Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG) einge-schaltet und eine finanzielle Entlastung der Krankenhäuser gefordert. Vordem Hintergrund mannigfaltiger Vorschläge für die Verwendung derKassenüberschüsse – in der GKV lagert inzwischen ein Plus von rd. 20Milliarden Euro – hat der Präsident des Dachverbandes der Krankenhäu-ser in Hessen, Dieter Bartsch, angemahnt, für eine faire und sachgerechteVerwendung dieser Mittel im Interesse der Menschen in Deutschland zusorgen, statt vorwiegend populistische Entscheidungen in Erwägung zuziehen. Die Verwendung der Mittel für eine finanzielle Entlastung derKrankenhäuser sei allein schon deshalb fair und sachgerecht, weil derÜberschuss zu einem großen Teil aus Einnahmekürzungen bei den Klini-ken für eine angeblich notwendigen Sanierung der GKV resultiert, diesich nun als überflüssig erwiesen habe.Vor 2 Jahren hatten die Krankenkassen ein Defizit von 11 Mrd. € prog-nostiziert, was den Gesetzgeber veranlasst hatte, von den Leistungserb-ringern - insbesondere auch den Krankenhäusern - einen Sanierungsbei-trag abzuverlangen. Diese Prognose hat sich als vollkommen unrealis-tisch erwiesen. „In der GKV häufen sich mittlerweile Milliardenüber-schüsse an, während genau deshalb die Krankenhäuser finanziell aus-
  • 2. trocknen. Es kann doch von niemanden mehr übersehen werden, wie un-sere Häuser notleiden und sie zunehmend gezwungen werden, Personalabzubauen – auch in Hessen. Um dies zu wissen, genügt allein ein Blickin die Zeitung“, so Bartsch in einer Mitteilung an die Presse. In diesemZusammenhang unterstrich der HKG-Präsident noch einmal, dass eineimmense Lücke zwischen den Einnahmen der Krankenhäuser und ihrenAusgaben klafft. Während die Ausgaben der Krankenhäuser aufgrund derPreissteigerungen für Waren und Dienstleistungen – insbesondere für denBezug von Medizinprodukten und Energie - sowie fürPersonalkostensteigerungen in Folge von Tarifabschlüssen unvermeidbarum etwa 4 Prozent steigen, ist die Vergütung für die Patientenbehandlungper Gesetz auf Steigerungsraten begrenzt, die unter 1 Prozent liegen.„Die Kassenüberschüsse wecken viele Begehrlichkeiten. Und unter par-teipolitischen und wahltaktischen Gesichtspunkten ist es sicher populä-rer, den Bürgern eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge oder eineAbschaffung der Praxisgebühr in Aussicht zu stellen, als die notwendigenEntscheidungen für eine finanzielle und strukturelle Stabilisierung derKrankenhausversorgung zu treffen. Dies aber ist zu kurz gedacht, dennlangfristig wird es dem Bürger nicht verborgen bleiben, welchen Um-ständen er den Verlust von Arbeitsplätzen, Einschnitte in die Kranken-versorgung sowie immer weniger Zeit für die Patienten im Krankenhauszu verdanken hat. Wenn der Gesetzgeber politisch klug handelt, so lässter die Krankenhäuser finanziell nicht noch weiter austrocknen“, mit die-sen Worten unterstrich Bartsch seine erneut Forderung, mit demanstehenden Psychiatrie-Entgeltgesetz eine wirtschaftliche Entlastungund faire Finanzierung der Krankenhäuser sicherzustellen.Die HKG – Ein KurzporträtDie Hessische Krankenhausgesellschaft e.V. (HKG) ist der Dachverband derKrankenhausträger in Hessen, in dem über 170 Akutkrankenhäuser des Landes mitzusammen rd. 35.000 Krankenhausbetten und einer Gesamtbeschäftigtenzahl von rd.70.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengeschlossen sind. Die HKG istInteressenvertretung der Krankenhäuser in der gesundheitspolitischen Diskussion,nimmt gesetzlich übertragene Aufgaben im Gesundheitswesen wahr und unterstützt ihreMitglieder durch individuelle Beratung.Ihr Ansprechpartner: 2Hans DitzelPressesprecherTel.: 06196 / 40 99 61Fax: 06196 / 40 99 99

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