Wechselhafter Juli sorgt für aromatische WeineBeste Voraussetzungen für ausgezeichneten Jahrgang /Früher LesebeginnEDENKOB...
Dennoch sei er angesichts der kleinen Vorjahresernte froh, dass die Entwicklungder Reben so weit fortgeschritten ist: „Jet...
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Presseinformation - Beste Vorraussetzung für ausgezeichneten Jahrgang.pdf

[PDF] Pressemitteilung: Wechselhafter Juli sorgt für aromatische Weine [http://www.lifepr.de?boxid=244954]
Published on: Mar 4, 2016
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Presseinformation - Beste Vorraussetzung für ausgezeichneten Jahrgang.pdf

  • 1. Wechselhafter Juli sorgt für aromatische WeineBeste Voraussetzungen für ausgezeichneten Jahrgang /Früher LesebeginnEDENKOBEN, 5.8.2011 (pw.) Nach einem turbulenten Jahr stehen die PfälzerWeingüter und Winzergenossenschaften abermals vor einer sehr frühenWeinernte. Bereits in der Woche vom 8. August werden einzelne Betriebe mit derLese der Trauben für Federweißen beginnen, doch das Gros derer, die sich auf dasGeschäft mit neuem Wein spezialisiert haben, wird erst ab dem 15. August ernten.Die Lese der Hauptsorten wie etwa Müller-Thurgau wird voraussichtlich in derzweiten Septemberwoche starten. Die extrem frühe Rebblüte hatte ursprünglichauf einen noch zeitigeren Lesebeginn hingedeutet, doch das wenig sommerlicheWetter im Juli mit wolkigen und niederschlagsreichen Tagen hat die Entwicklungverzögert. Der Pfälzer Weinbaupräsident und Vorsitzende der Pfalzwein-Werbung, Edwin Schrank, ist darüber keineswegs unglücklich: „Die Trauben sindkerngesund, außerdem bestens mit Wasser versorgt. Wenn jetzt noch rechttrockenes, sonniges Wetter folgt, haben wir optimale Voraussetzungen für einenqualitativ hochwertigen Jahrgang“, sagte Schrank bei einer Pressekonferenz derPfalzwein-Werbung in der Winzergenossenschaft in Edenkoben. Nach dem Schock durch extremen Spätfrost – in der Nacht zum 4. Maiwurden nahezu 5000 Hektar Pfälzer Weinberge stark geschädigt – zeigte sichSchrank zuversichtlich: „Bei den Betrieben, die nicht unter den Frostschädenleiden, zeichnen sich gute bis zufrieden stellende Erträge ab.“ Selbst in Anlagen,die unter dem Frost gelitten haben, scheint aufgrund des Vegetationsverlaufs nocheine geringe Ernte möglich. Schätzungen zur Erntemenge sind indes aufgrund dergroßen Schäden schwierig. „Die Menge wird aller Voraussicht nach unter demDurchschnitt von 2.4 Millionen Hektoliter liegen, aber für eine genaue Prognoseist es derzeit noch zu früh“, äußerte Schrank.
  • 2. Dennoch sei er angesichts der kleinen Vorjahresernte froh, dass die Entwicklungder Reben so weit fortgeschritten ist: „Jetzt können wir die Nachfrage nach PfälzerWeinen in vollem Umfang decken und verlorene Flächen im Regal zurückholen.“ Für die Fachleute ist gerade das Abbremsen des Reifeprozesses durch daswechselhafte Juliwetter eher ein Grund zur Freude: „Diese kleineReifeverzögerung halte ich für sehr positiv, denn durch eine langsame Reifeprägen sich die Aromen am besten aus. Wir können also auf frische, fruchtige undaromatische Rieslinge hoffen“, sagt Jürgen Oberhofer vomDienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR). Doch nicht nur fürRieslinge, auch für die roten Sorten sei der bisherige Witterungsverlauf geradezumaßgeschneidert. „Die Vorzeichen für einen bemerkenswerten Rotwein-Jahrgangsind gut.“ Ende Mai hatte noch alles auf einen Turbo-Jahrgang hingedeutet. Dennzum Zeitpunkt des Blütebeginns – er wurde in Neustadter Lagen bereits am 25.Mai registriert – besaß die Vegetation einen Vorsprung von fast drei Wochengegenüber dem langjährigen Mittel. Die aktuellen Reifemessungen des DLR habenfür Regent 49 Grad Oechsle und für Ortega 64 Grad Oechsle ergeben. Damitbelegt 2011 keineswegs eine Spitzenstellung im Vergleich mit anderen Jahren. „Wirliegen derzeit wie 2008 und 2009, aber hinter 2003 und 2007 zurück“, berichtetOberhofer. Hauptursache sei der zu kühle Juli. Die frühreifen Sorten wie Ortega, Bacchus, Siegerrebe oder Solaris, die stetszum Beginn der Weinernte gelesen werden, dienen vor allem zur Produktion vonFederweißen oder neuem Wein. Die Pfalz ist in diesem Marktsegment führend,mehr als die Hälfte des in Deutschland erzeugten Federweißen stammt von derDeutschen Weinstraße. In den vergangenen Jahren wurden nach Angaben desWeinbauverbands Pfalz bis zu 1,5 Millionen Liter Federweißer vermarktet. Dies istzwar weniger als ein Prozent der durchschnittlichen Pfälzer Jahresernte, doch dieNachfrage steigt ständig. Manche Weingüter haben sich ganz auf dieseMarktnische spezialisiert.

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