Nordbayerischer Versicherungstag 2011 10. November 2011 ...
Auf die Beseitigung des Einkommensnachteils sollte mansich mehr konzentrieren als auf die pure Erhöhung des Frauenanteils,...
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Pressestatement_Prof._Dr._Bischoff.pdf

[PDF] Pressestatement Prof. Dr. Bischoff [http://www.lifepr.de?boxid=267074]
Published on: Mar 4, 2016
Source: www.slideshare.net


Transcripts - Pressestatement_Prof._Dr._Bischoff.pdf

  • 1. Nordbayerischer Versicherungstag 2011 10. November 2011 Statement Prof. Dr. Sonja Bischoff Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre ehemals Universität Hamburg Frauen im Fokus der Assekuranz „Wer führt in (die) Zukunft?“Mitgedacht ist in dieser Frage, ob es in Zukunft mehr Frauen als bisher sein werden.Verfolgt man seit mehr als 20 Jahren die Entwicklung im Management der Wirtschaft,dann stellt man fest, dass die Frauenanteile kontinuierlich steigen: Insgesamt von 4,5%im Jahr 1986 bis 2009 auf ca.19% bis mehr als 30%. Eine exakte Statistik fehltbisher.Wie viele Frauen es in Zukunft sein können, ja, sein werden, hängt von den Studien-entscheidungen junger Frauen ab, da mehr als 80% der Führungsnachwuchsposi-tionen mit Absolventen der Wirtschafts-, Natur- und Ingenieurwissenschaften besetztwerden. In diesen Studiengängen haben 2007 36% Frauen einen Abschluss erwor-ben, allerdings enthält diese Zahl auch die Absolventinnen der Lehramtsstudien-gänge und die Promotionen, so dass vermutlich für eine Karriere in der Wirtschaftmaximal 30% der Hochschulabsolventinnen zur Verfügung stehen – wenn sie dennalle wollen! Außerdem studieren Frauen nicht nachfragekongruent, d.h. es fehlt anInformatikerinnen, Absolventinnen der Fachrichtungen Maschinenbau/ Verfahrens-technik und Elektrotechnik. Solche Absolventen braucht aber die Industrie dringend.Identische Erfolgsfaktoren für den Berufsein- und –aufstieg sind seit mehr als 20Jahren von gleichbleibender Bedeutung, abgesehen vom Erfolgsfaktor „äußereErscheinung“, der gewissermaßen selbst „Karriere“ gemacht hat. Das gilt für Männerund Frauen gleichermaßen. Unterschiede gibt es allerdings bei den Karrierehinder-nissen: In der Aufstiegsphase und insbesondere gegenüber aufstiegsorientiertenFrauen werden immer noch Vorurteile gegenüber Frauen als häufigstes Karriere-hindernis benannt. Nicht benannt, aber wirksam: Der im Durchschnitt immer nochbestehende Einkommensnachteil der Frauen im Verhältnis zu Männern in ver-gleichbaren Positionen.
  • 2. Auf die Beseitigung des Einkommensnachteils sollte mansich mehr konzentrieren als auf die pure Erhöhung des Frauenanteils, denn mitsteigenden Einkommen steigt – genau wie unter Männern – auch der Anteil auf-stiegswilliger Frauen.Ein Weg um das zu erreichen, ist eine konsequent leistungsorientierte Unterneh-menskultur, in der sich Verhalten und Gratifikation der angestellten Führungskraftam Modell des Unternehmers orientiert. Großartige Wirkung für Frauen: Frauen imUnternehmerinnenstatus bewältigen dank ihrer höheren Dispositionsfreiheit gleich-zeitig über Arbeitszeit und Arbeitsort die Vereinbarkeit von Karriere und Familiedeutlich besser als ihre angestellten Kolleginnen: Sie haben deutlich häufiger undmehr Kinder – und das bei längeren Wochenarbeitszeiten. Nicht Teilzeit, sondernVollzeit – mit unternehmerischer Handlungsfreiheit und Verantwortung ist die Lösung!Da, wo Leistung mehr als alles Andere zählt, kommen Frauen – und Unternehmen –voran!

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